Wenn Kinder einen Zahnersatz benötigen

Tatsächlich ist das Thema Zahnersatz nicht nur für Menschen fortgeschrittenen Alters ein Thema. Auch bei Kindern gibt es verschiedene Gründe für einen solchen Ersatz in frühen Jahren. Welche das sind, mit welchen Kosten der Eingriff verbunden ist und wie kleinen Patienten die Angst vor der Behandlung genommen werden kann, haben wir hier zusammengefasst.

Die Gründe für den Zahnersatz bei Kindern

Im Normalfall findet der Zahnwechsel bei Kindern ganz normal statt. Die Milchzähne werden dann nach und nach von den bleibenden Zähnen abgelöst. Allerdings gibt es dabei auch das Phänomen von sogenannten Nichtanlagen. In einem solchen Fall befindet sich unter dem Milchzahn kein zweiter Zahn. Fällt der Milchzahn dann aber wie gewöhnlich aus, hat man es vor allem mit gesundheitlichen Problemen zu tun. Fehlstellungen, Schäden im restlichen Gebiss der eine Beeinträchtigung der Sprachentwicklung können dann die Folge sein. Ein Zahnersatz ist dann eine hilfreiche Möglichkeit. Natürlich kann der Ersatz nicht nur an Stelle von zweiten Zähnen, sondern auch für Milchzähne selbst erfolgen. Etwa dann, wenn der erste Zahn zu früh herausfällt und der nachfolgende Zahn noch lange nicht nachwächst. In einem solchen Fall dient der künstliche Zahnersatz als Lückenfüller bis der bleibende Zahn herauswächst.

So steht es um die Regelung der Kosten

Hinsichtlich der entstehen Kosten gelten für die kleinen Patienten die gleichen Regelungen wie auch für Erwachsene. So besteht entweder eine von der Krankenkasse teilfinanzierte oder vollkommen finanzierte befundabhängige Regelversorgung und eine andersartige Versorgung mit einem höheren Eigenanteil. Die Kosten für den Eingriff schwanken dabei stark je nach Zahnarzt und Material. Ist bereits in sehr frühen Jahren abzusehen, dass ein Zahnersatz für das Kind notwendig sein könnte, lohnt sich der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung. Wichtig ist dabei, dass für Kinder über 12 Jahren im Rahmen der Bonusregelung ein Vorsorgetermin beim Zahnarzt einmal im Halbjahr jeden Jahres Pflicht ist. Ohnehin ist es bei Kindern wichtig, die Zähne und Kieferstellung sehr regelmäßig beim Zahnarzt überprüfen zu lassen, um Fehlstellungen und damit verbundene Komplikationen rechtzeitig aufzuspüren.

Eine Behandlung ohne Angst

Zeichnet sich ab, dass das Kind einen Zahnersatz benötigt, ist es wichtig, den kleinen Patienten bereits von Beginn an mit einzubeziehen. So ist es hilfreich, dem Kind genau zu erklären, wofür der Platzhalter wirklich wichtig ist und warum dieser nötig ist. Jungs und Mädchen begreifen den Sinn auch schon in sehr jungen Jahren, wenn man ihnen diesen kindgerecht erklärt. Dabei kann der Zahnarzt natürlich helfen. So gibt es einige Zahnärzte und Kieferorthopäden in Deutschland, die sich auf das Anfertigen von Zahnersatz für das Milchgebiss spezialisiert haben. Das genaue Erklären nimmt den kleinen Patienten die Angst und schafft Verständnis.

So gelingt der Zahnersatz bei Kindern

Nicht nur psychologisch gibt es bei der Behandlung einige Dinge zu beachten. Natürlich muss sich auch fachlich und technisch die Frage gestellt werden, wie der Zahnersatz am besten Halt findet. Milchzähne unterscheiden sich in ihrer Form und vor allem in ihrer Härte wesentlich von bleibenden Zähnen. Dafür findet der Zahnarzt geeignete Lösungen, die immer vom individuellen Fall des Gebisses abhängig sind.

Unterstützung durch die Eltern

Wenn der Zahnersatz hergestellt ist, liegt es auch an den Bezugspersonen des Kindes, dieses beim Tragen zu unterstützen. So muss verständlich gemacht werden, dass der Ersatz regelmäßig getragen und auch richtig gepflegt wird. Der Zahnarzt gibt den Kindern und Eltern dabei wichtige Tipps und Hinweise zum richtigen Einsetzen, Herausnehmen und Reinigen mit an die Hand. Etwa alle sechs Monate wird dann kontrolliert, ob die Prothese noch richtig sitzt oder gegebenenfalls nachgebessert werden muss. Die meisten Kinder, so die Erfahrung, gewöhnen sich recht schnell an den Zahnersatz und erkennen ihn als Teil des Gebisses an.

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